Skip to content →

Warum ich über Sex schreiben will

Eigentlich ist es ganz einfach: Schreiben ist mein Beruf, nur sind es meist andere Themenfelder. Wenn ich Fetisch-Themen vor Kollegen anspreche, folgen auch augenblicklich die Blicke – jene von der Seite. Ein Stempel gleich einem Stigma. Das sollte nicht sein. Dennoch wird BDSM offiziell noch als Persönlichkeitsstörung (F 65.5)  gehandelt.
Auf Twitter kann ich auch unter meinem Namen auch keine feschen Sprüche über Masturbieren in die Welt schießen. Vielleicht könnte ich es, schließlich ist es eine weitere Facette der Persönlichkeit. Nur ist diese Art der Selbstinszenierung ist nicht mein Fall. Irgendwann, und wirklich viel zu spät – man bedenke den langsamen Fall des einstigen Zwitscher-Höhenflugs – entstand „MissBratchen“. Jedoch von Beginn an zum Verkümmern bestimmt. In der „Szene“ bin ich nur noch Bratchen. Dort allerdings nicht aus Anonymitätsgründen, aber das ist eine andere Geschichte.

Das hier, dieser Blog, soll kein Dating-Tagebuch im Stile von Carrie Bradshaw werden und ich will ebenso wenig eine zweite Karley Sciortino geben.
Ich will über das schreiben, was mich bewegt: lang, lyrisch, laut und lallend. Über den Versuch eine offene Beziehung zu führen, Dating-Desaster, weshalb Doppeldildos die eigentliche sexuelle Revolution sind und genau so über irre Parties in Berlin, das Einmaleins einer Orgie und warum ich gerne Hure genannt werde und mich aktuell mit Ageplay per Du stelle.

BDSM ist eine stigmatisierte Spielfacette. Früher hätte ich mir Leitung, Einordnung und Inspiration gewünscht. Inzwischen habe ich mit meinen paarundzwanzig Jahren und einigen Cellulitedellen einiges erlebt. Mehr, als viele ahnen. Vielleicht kann dieser Blog genau das jemanden schenken. Ansonsten tippe ich die Artikel einfach weiter für mich nachts bei einer Flasche Rotwein – who cares.

via GIPHY

Natürlich wäre es auch nicht zu verachten, wenn ein Online-Magazin schreit: Hier, die da wollen wir als Sex-Kolumnistin! Bis dahin (und auch dem ausgenommen), bin ich recht glücklich-unglücklich in meiner chaotischen Welt namens Berlin.

Bildquellen

  • tanzend: Janina

Published in BDSM Berlin Beziehung Fetisch Fetlife Sex

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.